Neue Glücksspiel Gesetzgebung in Deutschland

Bisher ist das Online Glücksspiel in Deutschland verboten und die Gesetzgebung ziemlich kompliziert. Die umständliche Gesetzgebung mit vielen Grauzonen und Spielraum für Interpretationen treibt sogar Richter und Anwälte an ihre Grenzen. Das Glücksspiel in Online Casinos, die Ihren Sitz nicht in Deutschland, sondern in einem anderen Land der EU haben, ist allerdings erlaubt, da die Dienstleistungsfreiheit über die Ländergrenzen innerhalb der EU hinaus gewährleistet sein muss. Bei westcasino.com arbeiten wir mit einer gültigen Lizenz in Malta.

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Manche Gerichte sehen dies jedoch nicht so, da diese Casinos ihre Lizenzen nur für das jeweilige Land besitzen. Gleichzeitig herrscht also Uneinigkeit darüber, was legal ist und was nicht, da die Lizenzen dieser Online Casinos keine deutschen Lizenzen sind und dann das Glücksspiel im Internet wieder illegal wäre. Mitte des Jahres 2021 wird sich dieses Chaos nun endlich ändern und eine klare Regelung wird geschaffen. Eine schon länger dringend notwendige und neue Gesetzgebung ist auf dem Weg, dieser neue Vertrag umfasst über 70 Seiten. Dies haben wir der Europäischen Union zu verdanken, die Klage eingereicht hat, da die Beschränkungen in Deutschland gleichzeitig die Dienstleitungsfreiheit innerhalb der EU einschränkt.

Was sich im Jahr 2020 ändert

Um klare Regelungen zu schaffen und Licht ins Dunkel zu bringen, wurde nun ein neuer „Glücksspielneuregulierungsstaatsvertrag“ ausgearbeitet. Bisher war die Regelung Ländersache und alleine das Land Schleswig-Holstein hat Glücksspiele erlaubt, die Lizenzen hierzu liefen allerdings im Jahr 2018 ab. Auch beim neuen Gesetz müssen die einzelnen Länder jeweils Entscheidungen treffen und die Regelungen können regional abweichen. Einige Dinge sind in diesem Gesetz allerdings strickt geregelt und werden im ganzen Land Gültigkeit haben. Eine neue Vorschrift des Vertrages ist, dass jeder Nutzer monatlich maximal 1.000 Euro investieren darf und diese Summe nicht überschreiten kann. Anschließend wird das Benutzerkonto gesperrt, um weitere Einsätze der Spieler zu verhindern. Ausgenommen von dieser Regelung sind Gewinne, diese werden dem Limit nicht angerechnet und können erneut investiert werden. Diese Maßnahme soll die Spielsucht eindämmen oder ganz ausschließen und natürlich auch die Suchtgefahr bei neuen Spielern, besonders bei Jugendlichen verhindern. 

Darüber hinaus sind die Betreiber und Veranstalter von Online Casinos, Sportwetten und virtuellen Glücksspielsystemen dazu verpflichtet, ein automatisches Früherkennungssystem einzuführen. Dieses dient dazu, Teilnehmer, die eventuell spielsuchtgefährdet sind zu erkennen und eventuell auch sperren zu können. Zu diesem Zweck gibt es in Deutschland eine neue Aufsichtsbehörde, die landesweit agiert und dies überwacht und betreut. Außerdem wird Werbung, die in diese Richtung geht zwischen 6 Uhr morgens und 21 Uhr abends sowohl im Internet als auch im Rundfunk verboten. Alle diese Regelungen werden streng überwacht von der zentralen Behörde für Glücksspiel. Diese Behörde überwacht ebenfalls den Jugendschutz und soll zur Verhinderung der Entstehung von Wettsucht beitragen. Spielsüchtige, die gesperrt wurden oder sich selbst haben sperren lassen, sollen in einer Datenbank erfasst werden. Die Anbieter sind außerdem verpflichtet, Spieldaten aufzubewahren, um der Behörde Kontrollen zu ermöglichen. So soll der Schutz der Spieler anhand der Kontrolle einzelner Spielverläufe gewährleistet werden. Es wird außerdem besonders darauf geachtet, ob Manipulationen vorliegen oder auch ob Gesetzesvorgaben verletzt wurden. Am 01. Juli 2021 läuft der bisherige Vertrag aus und der neue wird dann in Kraft treten.